Ein Prototyp für Samaki

Ein Prototyp für Samaki

Vor wenigen Monaten sprach uns das Enactus-Team der RWTH-Aachen  auf Samaki an. Schon bald danach beschlossen wir, dieses unkommerzielle Projekt zu unterstützen.

Bei einem Besuch in Aachen haben wir die Themen nochmals vertiefen können. Seitdem sind wir mit den Studenten der RWTH in Austausch, haben geplant und gebaut, dass es uns nur eine Freude war. Und nun ist der Prototyp schon fast fertig und kann dann zum Saisonbeginn planmäßig starten. Wir freuen uns, den Einsatz des Samaki-Teams und damit auch die Menschen vor Ort unterstützen zu können. Nicht zuletzt ist die Aquaponik gerade in dürren, trockenen Regionen besonders vorteilhaft. Sie adressiert die allergrößten Probleme: Wasserknappheit in einem Gebiet in dem klassischer landwirtschaftlicher Anbau kaum effektiv ist. Positiv hierbei ist natürlich auch der deutliche Mehrwert durch die Fisch- und Pflanzenkultur.

Samaki u. APM
Samaki und APM

Was ist Samaki?
Im Rahmen des Projektes entstanden Aquakulturanlagen (RAS) in Uganda, Sambia und Benin, die von den Menschen vor Ort betrieben werden. Die Anlagen, die bisher nur Fisch liefern, sollen nun komplett auf Aquaponik umgestellt werden. Dabei sind die Systeme im Hinblick auf die Energieversorgung Inselanlagen, d.h. der benötigte Strom wird vor Ort gewonnen und gespeichert. In manchen Fällen steht das örtliche Stromnetz zwar als „Fallback“ zur Verfügung aber der Regelfall ist eine Inselanlage. Natürlich muss eine solche Anlage auf maximale Robustheit bei minimalem Energieeinsatz ausgelegt sein. Die Materialien müssen vor Ort beschafft werden, deshalb muss die Anlage in einer extrem einfachen Bauweise erstellt werden.

Dabei wurde zugunsten der Zuverlässigkeit auch auf submerse (im Wasser befindliche) Pumpen verzichtet. Deren Flügelräder können blockieren, wenn Feststoffe hinein geraten oder der Biofilm kann Achse oder Förderrad zusetzen und dadurch schwergängig machen, Vorfilter von Pumpen können verstopfen usw. Deshalb wird das Wasser nur durch einen Luftheber bewegt. Neben dem Moving Bed Bio Reactor (MBBR) und Absetzbecken wird es mehrere NFT- und DWC-Module geben, die im nächsten Schritt fertig gestellt werden.

Bau und Test des Anlagen-Prototyps in Issum
Da es am Firmensitz in Issum ausreichend Platz und Arbeitsmöglichkeiten gibt, entsteht hier der Prototyp der Anlage. In diesem Winter wird noch der Luftheber getestet und optimiert, im Frühjahr beginnt dann die Anfahrphase. Anhand dieser Pilotanlage werden auch sämtliche notwendigen Tutorials erstellt, die für den Betrieb vor Ort außerordentlich wichtig sind. Im Zusammenhang mit der Planung des Schulungsmaterials entstand auch die Idee, den Bauplan für die Anlage unter eine freien (unkommerzielle) Lizenz zur freien Nutzung, Weitergabe und Modifikation zu stellen. Über den Fortschritt von Anlage und Projekt werden wir hier weiterhin berichten.

Link: Die Seite zum Projekt bei Enactus Aachen e.V.: http://aachen.enactus.de/blog/projekte/samaki/

 

logos Samaki Enactus

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